Leitung (w/m/d) für das Institut für Tierische Lebensmittel am Max Rubner-Institut

Kiel, DE

Das Max Rubner-Institut (MRI) ist die Forschungs- und Beratungseinrichtung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Bereich Ernährung und Lebensmittel. Etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an vier Standorten in Deutschland, darunter etwa 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in zukünftig fünf Forschungsinstituten sowie im Innovationszentrum für Lebensmittel und Prozesstechnologien und im Nationalen Referenzzentrum für authentische Lebensmittel intern und extern vernetzt für die Politikberatung und zum Nutzen des Gemeinwohls forschen.

Das Institut für Tierische Lebensmittel ist an den Standorten Kiel (Forschungsschwerpunkte Milch und Fisch) und Kulmbach (Forschungsschwerpunkt Fleisch) lokalisiert. 

Das Max Rubner-Institut sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt, mit Dienstsitz am Standort Kiel, die

Leitung (w/m/d) für das Institut für Tierische Lebensmittel am Max Rubner-Institut

(Direktorin und Professorin / Direktor und Professor beim Max Rubner-Institut Besoldungsgruppe B 3 der Bundesbesoldungsordnung (BBesO), bei Vorliegen der laufbahnrechtlichen und sonstigen Voraussetzungen oder Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäftigter mit außertariflichem Entgelt in Höhe der Dienstbezüge nach Besoldungsgruppe B 3 BBesO)

Das Institut für Tierische Lebensmittel nimmt Aufgaben zur Sicherheit und Qualität von tierischen Lebensmitteln entlang der gesamten Prozesskette zur Gewinnung und Herstellung von Fleisch, Eiern, Milch und Fisch/aquatischen Lebensmitteln sowie Produkten daraus wahr. Auf Ebene der Primärprodukte stehen neben chemischen vor allem hygienische Aspekte und die chemisch-physikalische Sicherheit bei der Gewinnung im Vordergrund. Untersuchungen zum Eintrag, der Umwandlung und möglichen Minimierung von Umwelt- und Prozesskontaminanten nehmen einen großen Raum im Institut für Tierische Lebensmittel ein. Im weiteren Verlauf der Prozesskette untersucht das Institut weiterhin die Qualität und Nachhaltigkeit im Herstellungsprozess verarbeiteter tierischer Lebensmittel. Über alle Schritte hinweg trägt das Institut zur Entwicklung von Produktstandards und der Marktordnung bei. Das Institut verfügt an seinen Standorten über Infrastrukturen zur Abbildung der gesamten Produktionskette tierischer Lebensmittel. Dazu gehören verfahrenstechnische Anlagen, produktspezifische Technika und hochsensitive Analysesysteme zur Untersuchung technologischer Prozesse, prozessbedingter Änderungen der Zusammensetzung und unerwünschter Stoffeinträge entlang der Lebensmittelkette.

Das Institut für Tierische Lebensmittel nimmt gesetzlich festgelegte Aufgaben wahr und betreibt in diesem Rahmen u. a. die Leitstelle für Umweltradioaktivität, das Nationale Referenzlabor für Anisakis in Fisch sowie das Nationale Referenzlabor für Fremdwasser in Geflügelfleisch. 

Aufgaben:
  • Leitung und strategische Weiterentwicklung des Instituts für Tierische Lebensmittel sowie dessen kontinuierliche organisatorische und wissenschaftliche Weiterentwicklung. Dies umfasst die regelmäßige Erstellung und Abstimmung der Forschungskonzeption sowie des resultierenden Forschungsprogramms, die Einbettung in übergreifende thematische Strategien des Max Rubner-Instituts sowie der übrigen Ressortforschung des BMLEH.
  • Initiierung, Koordinierung und Leitung von Forschungsarbeiten zur wissenschaftlichen Fundierung von Politikempfehlungen, insbesondere für das BMLEH.
  • Koordinierung der Politikberatung des Instituts für das BMLEH sowie aktive Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien.
  • Aufbau und Pflege von Kooperationen mit relevanten Einrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Entwicklung und Umsetzung einer Drittmittelstrategie und Einwerbung von Drittmitteln zur gezielten Förderung und Weiterentwicklung des Instituts für Tierische Lebensmittel.
  • Zielgruppengerechte Erstellung von Berichten und Stellungnahmen für Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit.
  • Weiterentwicklung des Instituts mit Fokus auf zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie beispielsweise resiliente Produktionssysteme, KI und digitale Methoden oder der Minimierung von Lebensmittelverschwendung. 

Ihr Profil

Sie sind eine wissenschaftlich ausgewiesene Persönlichkeit mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) sowie einer Promotion mit mindestens gutem Abschluss in den Bereichen Lebensmittelchemie, Lebensmitteltechnologie, Agrarwissenschaften, Veterinärmedizin oder einer vergleichbaren Fachrichtung. Eine Habilitation oder vergleichbare Leistungen in einem für die Tätigkeit relevanten Themenfeld sind erwünscht. Ihre wissenschaftliche Expertise haben Sie durch Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften unter Beweis gestellt.

Zudem haben Sie Erfahrung in der Akquise und Durchführung von Drittmittelprojekten und in der Leitung von Arbeitsgruppen. Erfahrungen in der wissenschaftlichen Politikberatung sind von Vorteil. 

Aufgrund der dezentralen Organisation ist die Leitung des Instituts mit besonderen Herausforderungen verbunden. Wir erwarten daher von Ihnen ein besonders hohes Maß an Führungserfahrung und ausgeprägte Führungskompetenzen. Sie sind in der Lage, Konzepte und Ergebnisse sowohl schriftlich als auch in Vorträgen und Diskussionen klar, überzeugend und zielgruppengerecht zu vermitteln. Sehr gute Kenntnisse und Ausdrucksfähigkeit in deutscher und englischer Sprache setzen wir voraus. Auch in herausfordernden Situationen arbeiten Sie kooperativ und bringen die Bereitschaft mit, die mit der Institutsleitung verbundenen Verwaltungs- und Managementaufgaben verantwortungsbewusst zu übernehmen.

Hinweise

BMLEH und MRI streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Leitungsfunktionen an und begrüßen deshalb ausdrücklich Bewerbungen von Frauen. 

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen, bietet das MRI im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten flexible Arbeitszeitmodelle an. Der Dienstposten ist grundsätzlich auch für eine Teilzeitbeschäftigung geeignet. Bei Vorliegen entsprechender Bewerbungen wird geprüft, wie den Teilzeitwünschen im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten entsprochen werden kann.

Wir leben ein diverses und weltoffenes Miteinander. Das MRI verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind daher ausdrücklich erwünscht. Diese werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt.

Wir weisen darauf hin, dass ein durch ein persönliches Interview ergänztes Potenzialanalyseverfahren Bestandteil des Auswahlverfahrens ist.

Bewerbungen mit für die Tätigkeit aussagefähigen Qualifikationsnachweisen, insbesondere tabellarischem Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Beurteilungen, einer Darstellung des wissenschaftlichen und beruflichen Werdegangs sowie einem vollständigen Veröffentlichungsverzeichnis werden - vorzugsweise elektronisch als zusammenhängende pdf-Datei - bis zum 11.03.2026 (Posteingang) erbeten an das

Max Rubner-Institut
Zentrale Karrierestelle
Kennwort: Institutsleitung TL
E-Mail: karriere@mri.bund.de

Wenn Sie einen internationalen Abschluss haben, fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte auch eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei. Wenn Sie noch keine Zeugnisbewertung haben, müssen Sie diese bei erfolgreicher Bewerbung beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.kmk.org/zab/zeugnisbewertung.html .

Fehlende Unterlagen (insbesondere erforderliche Nachweise) können zum Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren führen.

Nähere Auskünfte erteilt Frau Präsidentin 

Prof. Dr. Tanja Schwerdtle
E-Mail: praesidentin@mri.bund.de
Telefon: 0721 / 6625-201

Zentrale Karrierestelle des Max Rubner-Instituts · Hermann-Weigmann-Str. 1 · 24103 Kiel
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